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Spinnfischen an der Werra auf Forelle.

Spinnfischen an der Werra mit Jürgen Erbe

Jürgen Erbe

Für alle, die mich noch nicht kennen, ich heiße Jürgen Erbe, bin wohnhaft in Unterbreizbach, leidenschaftlicher Angler und Mitglied im Fischereiverein Oberzella.

Vor kurzem gab es schon einen Bericht über Räuchertipps von mir,
in dem Onlineportal Marcus Geistert Fishing

Meine Lieblingsdisziplin ist das Spinnfischen an der Werra auf Forelle

Meine Lieblingsdisziplin ist das Spinnfischen, speziell auf Forelle und Hecht.
Heute möchte ich einmal etwas näher auf das Spinnfischen auf Forellen eingehen.

Rute und Rolle beim Spinnfischen

Beim Spinnfischen sollten Rute, Rolle und Schnur gut aufeinander abgestimmt sein.
Zur Zeit fische ich mit einer Quantum Magic Zanderrute WG 20-50 g und einer Nova 730 Rolle aus dem Hause Spro und einer monofilen Schnur von 0,22 mm.
Wichtig beim Spinnfischen auf Forelle am Fluss ist, dass man möglichst immer von dem sonnenzugewandten Ufer aus angelt. Tut man das nicht, hat man die Sonne im Rücken und mein Schatten fällt auf das Wasser. Speziell die größeren Fische suchen dann schnell das Weite.

Die Kleidung beim Spinnfischen

Ebenso wichtig ist die Kleidung. Vor allem bei klarem Wasser sollte man nie mit heller Kleidung ans Wasser gehen, denn dann passiert genau das Gleiche, wie wenn man die Sonne im Rücken hat. Noch schlimmer ist natürlich beides zusammen. Ich persönlich trage meist Tarnfleckkleidung. Grün macht sich da immer besonders gut. Das ist hauptsächlich  dann wichtig, wenn die Forelle den Köder bis zum Ufer verfolgt und erst dann zupackt.
Da die Forellen im Wasser fast immer mit dem Kopf gegen die Strömung stehen, um so die Nahrung aufnehmen zu können, solltest Du beim Spinnfischen an der Werra das Gewässer von unten nach oben befischen. Das heißt, dass man den Fluss möglichst gegen die Strömung ^^ abläuft^^. Somit ist die Wahrscheinlichkeit geringer, vom Fisch bemerkt zu werden.

Meine Erfolge beim Spinnfischen an der Werra.

Bei klarem Wasser

Ist das Wasser ziemlich klar, sollte man jede nur mögliche Deckung am Wasser nutzen. Ich selber gehe auch öfter mal in die Knie, wenn es sein muss, oder verstecke mich hinter Hecken, oder Grasbüscheln .
Es gibt aber noch weiter Möglichkeiten den Fisch auszutricksen. Läuft z.B. ein kleiner Bach in den Fluss, so kann man sich da hineinstellen und etwas Schlamm aufwirbeln, vorausgesetzt man hat Stiefel, oder eine Wathose an. Dadurch trübt sich natürlich auch das Wasser im Fluss etwas ein und die Fische werden unvorsichtiger, da ja auch Nahrung mit eingespült wird.

Der Wind spielt eine große Rolle beim Spinnfischen an der Werra

Besonders gerne gehe ich immer bei starkem West, oder Südwestwind ans Wasser. Durch den Wind fallen viele Insekten von den Bäumen und die Fische werden richtig aktiv. Das erhöht natürlich die Erfolgsaussichten enorm.

Die Köderwahl

Kommen wir nun zum Spinnfischen selbst. Hier ist natürlich die Köderwahl nicht unbedeutend.
Im Frühjahr haben sich die Forellen auf die Fischbrut spezialisiert. Demzufolge sollte auch unser Spinner, oder Wobbler möglichst klein gehalten werden. Zum Herbst dürfen die Köder natürlich größer gewählt werden. Dabei sollte man auch nicht vor Spinnern der Größe 4 zurück schrecken. Eine stattliche Forelle wird ihn dankbar annehmen, wenn er richtig geführt wird.
Somit sind wir auch schon beim nächsten Punkt, der Köderführung.

Die Köderführung

Wird der Spinner stromab geführt, sollte er recht schnell eingekurbelt werden, da der Strömungsdruck praktisch fehlt, oder nur gering ist. Demzufolge muss der Köder natürlich wesentlich langsamer geführt werden,als  wenn er gegen die Strömung eingeholt wird. Am Anfang werfe ich den Spinner immer erstmals leicht stromauf zum anderen Ufer. Zuerst kurbel ich recht flott ein. Wandert dann mein Spinner, oder Wobbler in die Mitte vom Fluss, werde ich immer langsamer. Schließlich soll ja ein kleiner Fisch vorgetäuscht werden, der gegen die Strömung ankämpft.

Hat mein Köder die Flussmitte passiert und der Strömungsdruck wird wieder geringer, kurbel ich wieder etwas schneller ein. Ca. 90 % aller Bisse kommen allerdings schon in der Flussmitte, wenn mein Kunstköder den Bogen macht. Dann ist nämlich der vermeintlich flüchtende Kleinfisch für die Forelle am leichtesten zu erbeuten. Hat man erstmal eine Forelle im Drill, kommt es natürlich auch darauf an, dass man die Rollenbremse vorher richtig eingestellt hat und damit arbeitet.

Mit Jürgen Erbe an der Werra

Nichts liebe ich mehr wie das Spinnfischen an der Werra.

Wichtig beim Spinnfischen an der Werra

Wichtig beim Spinnfischen an der Werra ist auch das zielgenaue Werfen, z.B. unter überhängende Hecken. Hierbei sollte man auch das Risiko nicht scheuen, will man Erfolg haben. Mir selber kommen dabei meine Kindheitserfahrungen im Castingsport sehr entgegen. Durch das zielgenaue Anwerfen sind nicht nur die Erfolgsaussichten größer, sondern es schont auch den Geldbeutel. Durch das viele Training im Castingsport werfe ich sehr selten mal in einen Baum, oder ins Gebüsch. Demzufolge sind natürlich auch die Verluste durch Hänger wesentlich geringer.

Auf Qualität achten beim Kauf von Ködern

Wenn Ihr Euch Spinner, oder Wobbler kauft, dann achtet bitte auf die Qualität !
Es bringt Euch gar nichts, wenn Ihr Euch z.B. 20 Spinner für 5 Euro kauft . Dann ist die Kiste zwar gut gefüllt, aber die Erfolgsaussichten eher gering. Viele von den Billigdingern drehen sich nicht richtig, oder halt nur, wenn man sie gegen die Strömung zieht.

Für Neulinge

Neulingen, oder noch nicht so versierten Spinnfischern empfehle ich daher erstmal Trockenübungen zu machen. Das geht ganz einfach, indem man an seine Spinnrute ein Gewicht hängt und z.B. im Garten auf bestimmte Ziele wirft. Dazu sollte man mit dem Pendelwurf beginnen, später dann den Überkopfwurf, bzw. den Unterhandwurf. Letzterer ist recht kompliziert und setzt ein kurze Rute voraus.
Einigen von Euch, die das hier lesen ist bestimmt vieles nicht neu. Meine Tipps sind auch eher an diejenigen Angler gerichtet, die mit der Spinnangelei erst beginnen, oder noch dazu lernen wollen.
Was auch noch von Bedeutung wäre, ist das die Morgen und Abendstunden meist am erfolgsträchtigsten sind. Im Winter eher die Mittagsstunden, aber da hat die Forelle ja bekanntlich Schonzeit und dann widme ich mich eher dem Hecht ,oder Zanderfischen.

Weitere Berichte zum Thema Hecht und Zander

Auch hierzu wird es zu gegebener Zeit einen Bericht, bzw. ein paar Tipps von mir geben.
Ich hoffe, dass ich dem ein oder anderem Angler ein klein wenig helfen konnte und wenn Ihr all die kleinen Details beherzigt, sollte auch der Erfolg nicht lange auf sich warten lassen.

Petri Heil

wünscht Euch Jürgen Erbe

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